Montag, 6. Juni 2005

Faster than you think

Sehr gute Kampagne Motive für Nike Speed von Taxi:



Nachdem ich mich in Aufarbeitung des langen Aufenthalts ohne Internetzugang rasend schnell durch die Kampagnen-/Marketing-/Werbe-etc. Bloglines fizzeln musste, fällt mir noch stärker als sonst auf, wie unattraktiv ich für FMCG Schweinebauch-Werbung geworden bin. Ich bin ein einziger Streuverlust. Weil ich mittlerweile Marken und Werbeauftritte nur noch "aktiv" konsumiere: Wenn sie irgend einer erzählt, oder gut abfotografiert oder gestreamt - in einem Blog steht. Alles andere funktioniert einfach nicht mehr. Werbung wird nicht mehr (oder nur noch als Schatten, dass da was war) wahrgenommen. Auch die Nike-Werbung wirkt doch nur, weil sie ästhetisch ist und auf diesen Fotos wirkt.

Als Media-Agentur würde ich spätestens jetzt Espenlaubformat-artige Zustände annehmen: Denn wenn "ich" Schule macht, kann man sich bei jeder Kampagne eigentlich das TV-Budget zum Werbespot sparen, genauso den flächendeckenden Print-Einsatz. Stattdessen lieber einen guten Fotografen engagieren und sparsam einsetzen (z.B. wie bei Award-Einreichungen). Oder noch besser: Werbung in öffentlichem Raum einfach ganz faken.


Mit System: konsequentes Fakevertising.
Ich bin gespannt, wann eine Marke komplett ins virtuelle gezogen wird. Und uns vormacht, (woanders) komplett den öffentlichen Raum eingenommen zu haben. In Australien weiss doch keine Sau, ob das Nike Poster nun wirklich an der Platte in Grünau klebte oder nicht. Und der weltweite Impact ist doch für such eine Superbrand viel interessanter als die lokale Strafanzeige fürs Guerilla-Posten auf illegaler Werbefläche (nein, nicht, dass ich Nike illegale Werbung zutraue).


(gefunden bei Adverblog bzw. Marketing-Alternatif)

KW23: Und so gehts weiter!

Wieder zurück aus Leipzig. Hab Spreadshirt einen Blog aufs Auge gedrückt und mal wieder Radio gemacht -- und im Vorfeld und im Anschluss dementsprechend gefeiert.

Während ich den Schlafmangel ausglich, verstrich die Zeit nicht ungenutzt. Knapp 500 Menschen haben den Grünen dabei geholfen, ein Parteiprogramm zu verfassen. Martin Oetting nennt es Open Source Marketing. Soweit würde ich vielleicht nicht gehen: Sagen wir einfach mal "Politik" dazu.

Björn Ognibeni hat in seinem Blog erneut Besuch bekommen - Peter Riley von 20:20 verteidigt die Audi-Kampagne, die nicht ganz so gut ankam (=wie in der Pressemitteilung von 20:20).
Es folgt: eine interessante Diskussion über personalisiertes Direct Marketing im Internet und das "Seeden" von viralen Filmen, die bei der Spekulation stecken blieb, wie "Internet savvy" nun die Zielgruppe sei. Ich sage mal: eigentlich egal, langweilige Filme guckt sich im Internet erst recht niemand an.

Genug gemotzt, wir haben auch ein wenig gekleckert und darum proll ich jetzt mal laut: unser Balkonien-Set für opodo wurde in der letzten Woche ratzfatz ausverkauft. Balkonien ist jetzt also ausgebucht -- und man muss sich woanders ein lauschiges Plätzchen suchen. Wie report herausgefunden hat, gehen ohnehin immer mehr Deutsche "weg". Zum Beispiel zum Kellnern nach Tirol oder in die Schweiz. Hoffen wir, dass die deutschen Gastarbeiter diesen Kulturschock gut verdauen.
Aber warum eigentlich nicht gleich wirklich woanders hin, zum Beispiel nach Korea, zu Samsung? Wie die "Seoul Machine" ins Rollen kam, erfährt man in diesem ausführlichen Artikel des Wired Magazins. Und auf deutsch, seh ich grade, gabs auch einen schönen Artikel aus der Brand Eins.

Egal, wohin es einen zieht: Wie man sich weltweit gegen schlechte Ideen durchsetzen kann, erfährt man vielleicht nicht unbedingt von Scott Berkun. Aber sein Essay "Why smart people defend bad ideas" ist trotzdem sehr unterhaltsam und lesenswert: Schuld sind, neben dem Ego des professionellen Argumentierers, neben Homogenität und der Macht der Gewohnheit, die auf kurze Sicht angelegte Denkweise des Menschen. Die Diskussion wird aktuell in Berkuns Forum weitergeführt.

Das Fundstück dieser noch jungen Woche wurde indes eindeutig vom Fischmarkt geangelt:


Mal schauen, wer den längeren Atem hat, die Ministerin oder die Versicherung. Ok, schlechte Rhetorik -- aktuell dementiert sie ja bereits schon wieder.

SZ: Genialischer Schurkenstreich oder Schnöder Zufall?

Die SZ-Mediathek baut weiter (ihren Vorsprung) aus und bezieht das Magazin mit ein: "Ein Jahr und seine Songs" von 1955 bis 2004 - jetzt neu und Ende letzter Woche in meinem Briefkasten. Die Songs stimmen, das Essay von Philipp Oehmke (der John Travolta interviewte) liest sich im ersten Test (Busfahrt, 4 Haltestellen) geschmeidig.
Ist es nun das SZ-Magazin als Buch? Die nächste essentielle Pop-CD-Reihe mit Texten? Ich bin geneigt, es herauszufinden. Dabei frug ich mich auch, ob die SZ so clever war, und mich mit Absicht gleich mit dem Geburtsjahr angeln wollte? Ich glaube nicht, aber trotzdem ein netter Direct-Marketing-Zufall. Beim Klavier Kaiser wär das jedenfalls schwieriger gewesen ...

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darauf haben sie ja die letzten jahre hingearbeitet...
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Du hast absolut recht...
... aber dennoch steht das Game aktuell auf Platz 1...
Frank (anonym) - 9. Sep, 23:34
War das nicht..
Arcor? Zumindest wenns um die Seite Youp**n ging ;)
Pascal (anonym) - 31. Aug, 22:45
Danke :D
"Jedenfalls finde ich, dass wir eine recht paradoxe...
Fußballer (anonym) - 31. Aug, 22:43
Tja, nichts..
ist unmöglich. Wahrscheinlich klaut Tchibo jetzt...
PHP Hamster (anonym) - 31. Aug, 22:40

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