Die Entdeckung des Online-Journalismus
Über Medienrauschen bin ich auf die 10 Thesen von Christiane Schulzki Haddouti gekommen. Interessanter Punkt ist v.a. die "Erosion der Gatekeeper" -- ein Phänomen, das sich bereits vor einigen Jahren an Portalen wie T-Online oder web.de gezeigt hat, und von dem mittlerweile immer mehr Experten ausgehen, dass Google früher oder später auch davon betroffen ist. Ob das jetzt mit einer Atomisierung der Zielgruppen einhergeht, die sich in Nano-Networks und der zunehmenden Popularität von "Social Media" ausdrückt, oder vielmehr der überwiegend starren Zielgruppen-Definitionen an sich, lasse ich mal dahingestellt.
Dass sich die Nutzer selbst immer mehr zu Ziel/Interessensgruppen clustern, hat für mich vor allem mit einem anderen Punkt auf der Liste von Schulzki Haddouti zu tun: mit der wachsenden Medienkompetenz.
Ich erlebe immer noch in Gesprächen, dass mir jemand erzählt, ich solle nicht alles glauben, was in wikipedia steht. In solchen Momenten erschließt sich mir, wo ich, wo wir stehen, und mit welcher Verzögerung sich "Neuigkeiten" und auch Nutzungsgewohnheiten durchsetzen.
Was mir dabei auch noch auffällt: es gibt kaum einen Medienbruch mehr. Die Mär vom (merk)faulen Nutzer, der nicht in der Lage ist, sich in einer Zeitschrift eine URL aufzuschnappen und sich xyz.de zu merken bis er an den Rechner geschlurft ist, wird zum einen durch die zunehmende Internet-Nutzung, durch mobile Computer, aber auch durch die (Print)Medien kompensiert. Zumindest geht es mir so: Dadurch, dass ich seltener und selektiver Offline Medien konsumiere, kann ich mich zumindest dran erinnern, wo ich etwas gelesen/gesehen/gehört habe.
Ich denke daher, dass traditionelle Medien nach wie vor eine sehr gute Chance haben, ihre Marke und ihre Kompetenz im Internet zu erweitern. Sie müssen es schlichtweg nur wollen, sich öffnen, ihre Inhalte on- und offline konsequenter vernetzen - und auch das ist "Medienkompetenz", vielleicht sogar "2.0".
Dass sich die Nutzer selbst immer mehr zu Ziel/Interessensgruppen clustern, hat für mich vor allem mit einem anderen Punkt auf der Liste von Schulzki Haddouti zu tun: mit der wachsenden Medienkompetenz.
Ich erlebe immer noch in Gesprächen, dass mir jemand erzählt, ich solle nicht alles glauben, was in wikipedia steht. In solchen Momenten erschließt sich mir, wo ich, wo wir stehen, und mit welcher Verzögerung sich "Neuigkeiten" und auch Nutzungsgewohnheiten durchsetzen.
Was mir dabei auch noch auffällt: es gibt kaum einen Medienbruch mehr. Die Mär vom (merk)faulen Nutzer, der nicht in der Lage ist, sich in einer Zeitschrift eine URL aufzuschnappen und sich xyz.de zu merken bis er an den Rechner geschlurft ist, wird zum einen durch die zunehmende Internet-Nutzung, durch mobile Computer, aber auch durch die (Print)Medien kompensiert. Zumindest geht es mir so: Dadurch, dass ich seltener und selektiver Offline Medien konsumiere, kann ich mich zumindest dran erinnern, wo ich etwas gelesen/gesehen/gehört habe.
Ich denke daher, dass traditionelle Medien nach wie vor eine sehr gute Chance haben, ihre Marke und ihre Kompetenz im Internet zu erweitern. Sie müssen es schlichtweg nur wollen, sich öffnen, ihre Inhalte on- und offline konsequenter vernetzen - und auch das ist "Medienkompetenz", vielleicht sogar "2.0".
ami - 29. Jan, 10:00 - Internet-Kultur
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