Was wurde eigentlich aus ...?
Diese Frage stellt man sich ja oft. Z.B. wenn man längst totgeglaubte Promis auf einmal im Dschungel-Camp oder in einer Burg wieder entdeckt, oder mit alten Schulfreunden beim jährlichen Klassentreffen die ehemaligen Mitschüler diskutiert.
Manchmal denkt man sich das auch in Bezug auf Werbung und Kampagnen bestimmter Marken. Was macht wohl das HB-Männchen heute? Was ist aus dem Persil-Mann geworden? Und was wurde aus dem Versuch von Lipton, folgende Geste als „Na, Lust auf ne Tasse Tee“ zu etablieren?

Ich glaube ja nicht, dass Frau Setlur auf diesem Bild für Lipton Schau laufen war, aber die Geste stimmt: das „L“ war Teil der Kampagne für Lipton Schwarztee. Wir erinnern uns: die Werbespots mit den Menschen, die sich gegenseitig per Geste über große Entfernungen zu einem schönen heißen Tee einladen … Das „L“ stand also nicht für die vielen Eistee-Sorten, sondern für das klassische Aufgussgetränk. Nachdem es diesen speziellen Tee in Deutschland (laut Unilever) nicht mehr gibt, gibt es auch die Kampagne und damit die Geste nicht mehr.
Das ist schade, denn das „L“ steht ja eigentlich für "Lipton" und so könnte man doch theoretisch jedes Lipton-Produkt damit bewerben und verkaufen. Man kann sich jetzt darüber streiten, ob hier eine Handvoll Experiential Marketing Potential verschenkt wurde oder ob die Geste im Grunde einfach nur bescheuert war, die den Teetrinker nicht ansprach (so wie der peinliche Versuch des ADAC einer "Fair geht vor" Geste für Autofahrer in den 70ern).
Mittlerweile ist das wohl bekannteste Lipton Produkt in Deutschland der Ice Tea, der, wie oben bereits erwähnt, zu Unilever Bestfoods gehört. Lipton Ice Tea wurde 1973 als erster deutscher Eistee eingeführt. Das Getränk geht auf den Schotten Sir Thomas Lipton (1850-1931) zurück, der bereits im Jahr 1898 die Lipton GmbH gründete, um „den damaligen Luxusartikel Tee zum ersten Mal jedem zu akzeptablen Preisen und mit Qualitätsgarantie zugänglich zu machen“. Er kaufte Plantagen und schuf die bis heute existierende gleichnamige Tee-Marke.
Über Thomas Lipton wird auch gesagt, er sei nicht nur großzügig, sondern auch einer der ersten Geschäftsmänner gewesen, der den Wert der Marke erkannt habe: Die Verbraucher seien eher bereit, Geld auszugeben, wenn Sie bei guter Laune wären. Deshalb bestand Lipton auf Humor in seinen Werbungen.
Und auf Geschichten: Wenn man sich auch nur oberflächlich eine Weile mit Lipton und seiner Einstellung zu Marketing befasst, stößt man auf die kuriosesten Geschichten, die heute unter „Guerilla Marketing“ laufen würden und bei Awardshows wahrscheinlich reihenweise Preise abräumten.
Eine Anekdote beispielsweise ist diese hier:
“Lipton told me the story of Lipton's Bulk Notes - almost the best piece of publicity that can have been invented. One of his chief slogans was 'Lipton gives £1 value for 15 pence.' In order to spread this slogan all over England he had £1 notes printed with a note at the bottom saying goods to the value of £1 could be bought for 15 pence at any Lipton's store. So beautifully were these notes engraved that occasionally they would be used by canny and dishonest persons in place of the real article. The authorities learned this and Lipton had to stop his noter.”
Ein Beweis dafür, dass in der Werbung neue Begriffe schneller gefunden sind, als neue Methoden? Thomas Lipton wurde jedenfalls später (nicht nur wegen seines feinen Gespürs für die Tee-Marke) von der Queen zum Ritter geschlagen.
Manchmal denkt man sich das auch in Bezug auf Werbung und Kampagnen bestimmter Marken. Was macht wohl das HB-Männchen heute? Was ist aus dem Persil-Mann geworden? Und was wurde aus dem Versuch von Lipton, folgende Geste als „Na, Lust auf ne Tasse Tee“ zu etablieren?

Ich glaube ja nicht, dass Frau Setlur auf diesem Bild für Lipton Schau laufen war, aber die Geste stimmt: das „L“ war Teil der Kampagne für Lipton Schwarztee. Wir erinnern uns: die Werbespots mit den Menschen, die sich gegenseitig per Geste über große Entfernungen zu einem schönen heißen Tee einladen … Das „L“ stand also nicht für die vielen Eistee-Sorten, sondern für das klassische Aufgussgetränk. Nachdem es diesen speziellen Tee in Deutschland (laut Unilever) nicht mehr gibt, gibt es auch die Kampagne und damit die Geste nicht mehr.
Das ist schade, denn das „L“ steht ja eigentlich für "Lipton" und so könnte man doch theoretisch jedes Lipton-Produkt damit bewerben und verkaufen. Man kann sich jetzt darüber streiten, ob hier eine Handvoll Experiential Marketing Potential verschenkt wurde oder ob die Geste im Grunde einfach nur bescheuert war, die den Teetrinker nicht ansprach (so wie der peinliche Versuch des ADAC einer "Fair geht vor" Geste für Autofahrer in den 70ern).
Mittlerweile ist das wohl bekannteste Lipton Produkt in Deutschland der Ice Tea, der, wie oben bereits erwähnt, zu Unilever Bestfoods gehört. Lipton Ice Tea wurde 1973 als erster deutscher Eistee eingeführt. Das Getränk geht auf den Schotten Sir Thomas Lipton (1850-1931) zurück, der bereits im Jahr 1898 die Lipton GmbH gründete, um „den damaligen Luxusartikel Tee zum ersten Mal jedem zu akzeptablen Preisen und mit Qualitätsgarantie zugänglich zu machen“. Er kaufte Plantagen und schuf die bis heute existierende gleichnamige Tee-Marke.
Über Thomas Lipton wird auch gesagt, er sei nicht nur großzügig, sondern auch einer der ersten Geschäftsmänner gewesen, der den Wert der Marke erkannt habe: Die Verbraucher seien eher bereit, Geld auszugeben, wenn Sie bei guter Laune wären. Deshalb bestand Lipton auf Humor in seinen Werbungen.
Und auf Geschichten: Wenn man sich auch nur oberflächlich eine Weile mit Lipton und seiner Einstellung zu Marketing befasst, stößt man auf die kuriosesten Geschichten, die heute unter „Guerilla Marketing“ laufen würden und bei Awardshows wahrscheinlich reihenweise Preise abräumten.
Eine Anekdote beispielsweise ist diese hier:
“Lipton told me the story of Lipton's Bulk Notes - almost the best piece of publicity that can have been invented. One of his chief slogans was 'Lipton gives £1 value for 15 pence.' In order to spread this slogan all over England he had £1 notes printed with a note at the bottom saying goods to the value of £1 could be bought for 15 pence at any Lipton's store. So beautifully were these notes engraved that occasionally they would be used by canny and dishonest persons in place of the real article. The authorities learned this and Lipton had to stop his noter.”
Ein Beweis dafür, dass in der Werbung neue Begriffe schneller gefunden sind, als neue Methoden? Thomas Lipton wurde jedenfalls später (nicht nur wegen seines feinen Gespürs für die Tee-Marke) von der Queen zum Ritter geschlagen.
tombo - 17. Mrz, 14:49 - Was wurde aus ...
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