Werbung in Blogs - welche Werbung?
Nachdem das Thema ja aufgrund eines Artikels im PR Portal auf einigen Blogs kursiert, unter anderem dem PR Blogger, bei Martin Röll, Nico Zorn und bei Nico Lumma nun auch ein paar Zeilen hierzu: Abgesehen davon, dass zwei der o.g. Blogs auch Google Adwords auf ihren Seiten haben, glaube ich nicht, dass man von den üblichen Werbeformaten ausgehen soll und darf.
Einerseits sind Weblogs noch nicht omnipräsent und das wird sich auch nicht ändern, solange die meisten Werbeagenturen und Unternehmen auf Sicherheit und auf den guten alten Marketingmix setzen (und z.B. auf TV Werbung). Andererseits frage ich mich, ob die Fantasie der Werbe- und Blogbetreibenden wirklich bei Bannerplatzierungen endet. Und um diese rhetorische Frage selbst mit einem "Nein" zu beantworten gleich ein paar Beispiele. Vorher aber noch die Ergänzung: Falls sich "Werbung betreiben" wirklich auf Bannerplatzierungen begrenzt, mag das sicher richtig sein: Für den durchschnittlichen Marketing-Beauftragten ist es nicht einfach, gute und lohnenswerte Blogs aus dem Nichts aufzuspüren. Man benötigt Zeit, muss die richtigen Blogs finden und beobachten, vielleicht sogar ein eigenes Blogmodell entwickeln. Man muss auf sein Bauchgefühl setzen und Zeit investieren. Werbung in Blogs ist also bislang nur etwas für mutige und risikofreudige Unternehmen, die sich noch nicht mit Streuung und Clickrates jenseits der 1% Marke abgefunden haben. Und insofern ist die Ansicht richtig, dass sich das Thema erst noch durchsetzen muss.
Dennoch überrascht mich die Ansicht, es läge an den Werbeagenturen -- hat nicht in den letzten paar Monaten nahezu jedes halboffizielle Medien-Organ über "Blogomanie" berichtet (inkl. w&v Beilage), über den Jamba-Skandal und dergleichen?
Auf Anhieb fallen mir wenigstens eine handvoll großer Agenturen ein, die Blogs einsetzen, lesen und den Nutzen ihren Kunden sicher nicht vorenthalten. Und auch auf Kundenseite wird das Interesse an Blogs größer. Das Problem scheint also vielleicht eher darin zu liegen, was man unter "Werbung treiben" im Zusammenhang mit Blogs versteht.
Wenn man einmal die Augen etwas weiter kreisen lässt, finden sich durchaus ein paar Beispiele, wie "Werbung treiben" in der Blogosphäre aussehen kann und wahrscheinlich auch wird: Die Einsatzmöglichkeit reicht von Fake Blogs über ProduktBlogs, Corporate Blogs (90% davon haben IMO mehr mit Werbung zu tun als mit PR), Befüttern von Trendblogs und subviralem Marketing bis hin zu einer Vorzugsaktion wie der von Adidas1 auf gizmodo. Für diese Aktivitäten gibt es erste Beispiele (McDonalds Lincoln Fry, Nike Art of Speed blog), weitere ( wie z.B. der Audi A3 Blog) werden folgen.
Man muss nur ein wenig Phantasie mitbringen und sich von Bannerwerbung. Clickrates, Massenversand von x-fachen Newslettern verabschieden. Die Crux liegt also vielleicht auch darin, das seinen Kunden beizubringen, sich von "traditionellem Online-Marketing" zu verabschieden -- von Tools mit unglaublich detaillierter (und daher wertvoller) Reichweitenmessung, die man u.U. vor kurzer Zeit noch empfohlen hat.
Und dann war da noch die Frage, ob die Blogger, die heute fehlende Profit-Möglichkeiten bemängeln, diese Ära der kommerziellen Nutzung (mit all ihren Formen und Formaten) wirklich herbeisehnen ...
Einerseits sind Weblogs noch nicht omnipräsent und das wird sich auch nicht ändern, solange die meisten Werbeagenturen und Unternehmen auf Sicherheit und auf den guten alten Marketingmix setzen (und z.B. auf TV Werbung). Andererseits frage ich mich, ob die Fantasie der Werbe- und Blogbetreibenden wirklich bei Bannerplatzierungen endet. Und um diese rhetorische Frage selbst mit einem "Nein" zu beantworten gleich ein paar Beispiele. Vorher aber noch die Ergänzung: Falls sich "Werbung betreiben" wirklich auf Bannerplatzierungen begrenzt, mag das sicher richtig sein: Für den durchschnittlichen Marketing-Beauftragten ist es nicht einfach, gute und lohnenswerte Blogs aus dem Nichts aufzuspüren. Man benötigt Zeit, muss die richtigen Blogs finden und beobachten, vielleicht sogar ein eigenes Blogmodell entwickeln. Man muss auf sein Bauchgefühl setzen und Zeit investieren. Werbung in Blogs ist also bislang nur etwas für mutige und risikofreudige Unternehmen, die sich noch nicht mit Streuung und Clickrates jenseits der 1% Marke abgefunden haben. Und insofern ist die Ansicht richtig, dass sich das Thema erst noch durchsetzen muss.
Dennoch überrascht mich die Ansicht, es läge an den Werbeagenturen -- hat nicht in den letzten paar Monaten nahezu jedes halboffizielle Medien-Organ über "Blogomanie" berichtet (inkl. w&v Beilage), über den Jamba-Skandal und dergleichen?
Auf Anhieb fallen mir wenigstens eine handvoll großer Agenturen ein, die Blogs einsetzen, lesen und den Nutzen ihren Kunden sicher nicht vorenthalten. Und auch auf Kundenseite wird das Interesse an Blogs größer. Das Problem scheint also vielleicht eher darin zu liegen, was man unter "Werbung treiben" im Zusammenhang mit Blogs versteht.
Wenn man einmal die Augen etwas weiter kreisen lässt, finden sich durchaus ein paar Beispiele, wie "Werbung treiben" in der Blogosphäre aussehen kann und wahrscheinlich auch wird: Die Einsatzmöglichkeit reicht von Fake Blogs über ProduktBlogs, Corporate Blogs (90% davon haben IMO mehr mit Werbung zu tun als mit PR), Befüttern von Trendblogs und subviralem Marketing bis hin zu einer Vorzugsaktion wie der von Adidas1 auf gizmodo. Für diese Aktivitäten gibt es erste Beispiele (McDonalds Lincoln Fry, Nike Art of Speed blog), weitere ( wie z.B. der Audi A3 Blog) werden folgen.
Man muss nur ein wenig Phantasie mitbringen und sich von Bannerwerbung. Clickrates, Massenversand von x-fachen Newslettern verabschieden. Die Crux liegt also vielleicht auch darin, das seinen Kunden beizubringen, sich von "traditionellem Online-Marketing" zu verabschieden -- von Tools mit unglaublich detaillierter (und daher wertvoller) Reichweitenmessung, die man u.U. vor kurzer Zeit noch empfohlen hat.
Und dann war da noch die Frage, ob die Blogger, die heute fehlende Profit-Möglichkeiten bemängeln, diese Ära der kommerziellen Nutzung (mit all ihren Formen und Formaten) wirklich herbeisehnen ...
ami - 31. Mrz, 13:54 - spezial
7 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks














