Emanuel Rosen ist verwirrrrrt
Emanuel Rosen ist einer derjenigen, die "Buzz Marketing" in eine Form (= in ein Buch) gossen. Für MarketingProfs hat er einen Artikel über die 5 Mißverständnisse des Word of Mouth Marketing geschrieben. Dabei relativiert er zunächst mal die ganzen Buzzzzz Wörter, die ihn manchmal selbst verwirren und ja doch irgendwie alle mehr oder weniger dasselbe meinen. Besonders interessant finde ich, neben dieser sympathischen Einleitung, vor allem Punkt 2 und 4:
2. 'All you need is a good product, and the rest will take care of itself'
Rosen ist der Meinung, es genüge nicht, einfach nur ein gutes Produkt zu entwickeln. Das mag stimmen, ich finde aber das ist nicht der Punkt: Denn wenn ein Produkt wirklich gut ist, kann man jederzeit darüber diskutieren, wie man es am besten vermarktet.
Das Problem ist doch eher, dass zu viele Unternehmen noch immer damit beschäftigt sind, wie sie ihr Me-too-Produkt vermarkten, als sei es der neue Messias. Und aus Schiete Gold zu machen, ist viel häufiger die Paradedisziplin der Werbung, als aus einem guten Produkt alles rauszuholen.
Punkt 4 ist ebenfalls interessant und behandelt die Wirkung der Opinion Leader:
4. 'To get buzz going, all you need to do is find those early adopters/connectors/evangelists (or simply really cool people)'
Man darf sich als Marketeer nicht darauf verlassen, dass die Opinion Leader, einmal infiziert, das Ding schon wuppen werden. Irgendwann muss man mit der Kommunikation in die Breite gehen, damit die weniger Risikofreudigen der "späten Mehrheit" das Produkt auch für sich entdecken können. Und dann gilt das "Purple Cow Mantra": Höchste Zeit, die lila Kuh abzumelken! Häufig bedeutet das, die Opinion Leader unter Umständen zu vergrätzen, bzw. davon auszugehen, dass die bereits wieder weiter gezogen sind.
Wie das geht, sieht man derzeit wunderschön am iPod (und in der Mode offensichtlich an Mokassins, aber das ist ein anderes Thema).
(via IXMA)
2. 'All you need is a good product, and the rest will take care of itself'
Rosen ist der Meinung, es genüge nicht, einfach nur ein gutes Produkt zu entwickeln. Das mag stimmen, ich finde aber das ist nicht der Punkt: Denn wenn ein Produkt wirklich gut ist, kann man jederzeit darüber diskutieren, wie man es am besten vermarktet.
Das Problem ist doch eher, dass zu viele Unternehmen noch immer damit beschäftigt sind, wie sie ihr Me-too-Produkt vermarkten, als sei es der neue Messias. Und aus Schiete Gold zu machen, ist viel häufiger die Paradedisziplin der Werbung, als aus einem guten Produkt alles rauszuholen.
Punkt 4 ist ebenfalls interessant und behandelt die Wirkung der Opinion Leader:
4. 'To get buzz going, all you need to do is find those early adopters/connectors/evangelists (or simply really cool people)'
Man darf sich als Marketeer nicht darauf verlassen, dass die Opinion Leader, einmal infiziert, das Ding schon wuppen werden. Irgendwann muss man mit der Kommunikation in die Breite gehen, damit die weniger Risikofreudigen der "späten Mehrheit" das Produkt auch für sich entdecken können. Und dann gilt das "Purple Cow Mantra": Höchste Zeit, die lila Kuh abzumelken! Häufig bedeutet das, die Opinion Leader unter Umständen zu vergrätzen, bzw. davon auszugehen, dass die bereits wieder weiter gezogen sind.
Wie das geht, sieht man derzeit wunderschön am iPod (und in der Mode offensichtlich an Mokassins, aber das ist ein anderes Thema).
(via IXMA)
ami - 19. Mai, 19:48 - spezial
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
tombo - 19. Mai, 21:44
wo kann ich unterschreiben?
Wenn man Werbung verkauft kommt man sich manchmal schon so vor, wie einer dieser Typen, die aus Luftballons Tiere kneten: Im Grunde geht's meistens nur um heiße Luft.
Und wehe einer macht die Verpackung (Ballon) auf. Denn da ist weder was spannendes, geschweige denn was gut riechendes drin, noch kann man die Verpackung irgendwie wieder so hintüddeln, dass sie wieder gut aussieht.
Solange die ""späte Mehrheit"" (klassisches Doppelzitat) nicht auf die Idee kommt die Dinger aufzupacken und weiterhin vergisst, dass es sie gibt, lange bevor die Luft raus ist, wird alles gut gehen. Aber sobald sich das ändert werden einige wieder Zeitungen austragen. Ich hätte mein Gebiet schon im Auge... ahem.
Und wehe einer macht die Verpackung (Ballon) auf. Denn da ist weder was spannendes, geschweige denn was gut riechendes drin, noch kann man die Verpackung irgendwie wieder so hintüddeln, dass sie wieder gut aussieht.
Solange die ""späte Mehrheit"" (klassisches Doppelzitat) nicht auf die Idee kommt die Dinger aufzupacken und weiterhin vergisst, dass es sie gibt, lange bevor die Luft raus ist, wird alles gut gehen. Aber sobald sich das ändert werden einige wieder Zeitungen austragen. Ich hätte mein Gebiet schon im Auge... ahem.















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