an ami

Mittwoch, 22. August 2007

"Virales Marketing im Todesstern Stuttgart"

Moinsen ami,

isch des nu säxsch or schwäbsch? Offensichtlich liegen Leipzig und Stuttgart sprachlich ja nicht so weit auseinander. Leider geht die Leadership-Position marketingmäßig eindeutig an die Schwaben:



Grüßle in beide Richtungen,
lesan

Mittwoch, 18. Juli 2007

PS 65.000?

Bin ich paranoid oder ist das einfach nur eine tuffige Marketing Idee für die Sony Playstation?

Wenn ja, dann waren die 65.000 Euro verdammt gut investiertes Geld. Wenn nicht: noch viel besser.

PS: Die Verschwörungstheorie:

A: Ein Mitarbeiter des Herstellers setzt eine PS32 auf ebay rein.
B: Der Sohn von Mitarbeiter 2 (MA2) ersteigert die Kiste pro forma.
C: Der Hersteller hebt 65.000 Euro ab und MA 2 nimmt sie mit nach Hause.
D: Dann rufen sie die Polizei.
E: Und die Presse.
F: Das Geld wird beschlagnahmt.
G: Und nach erfolgloser Recherche wieder frei gegeben.
H: MA2 gibt das Geld an den Hersteller zurück.

De facto Kosten: 0,- Euro (ok, eine PS3 und massig Spiele für den Dude)
Wirkung: Media zum Abwinken.

PPS: Die Verschwörungstheorie ist frei erfunden. Ähnlichkeiten mit realen Vorgängen und Personen ist, ahem, beabsichtigt.

PPPS: Ok, ebay Gebühren. Außer, die sind mit im Boot.

PPPPS: Edit: aus 3 mach 2.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Interesting 2007



Moin Ami!

Ha! Wenn das mal nicht eine dufte Veranstaltung wird, dann weiß ich auch nicht.

Wer wird auf der Konferenz Interesting 2007 in London sprechen und um was geht's eigentlich? Wie der Initiator Russell Davies so schön sagte:
... there's not going to be any former vice-presidents, billionaires or Noble Prize winners speaking. I'm talking to some really interesting people about speaking, but they're not really famous interesting people.
Und diese Leute "talk about interesting things". Wie ich durch die Maschen seines feinen Siebs gerutscht und auf der Liste der "really interesting people" gelandet bin, weiß ich auch nicht, aber ich werde 3 Minuten über die Entdeckung der Endlichkeit plaudern dürfen.

Ich habe auch extra mit dem posten gewartet, bis die Tickets 100%ig ausverkauft sind. Ich muss mich mal durch die Sprecherliste klicken, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer da so am Start ist.
Conway Hall
16th of June.
Which is a Saturday.

Ich werde dann mal berichten, wie es so war, nachdem ich am gleichen Tag noch zwei Prints bei John Leigh abgeholt und danach eine Woche lang in Liverpool die Masterclass in Science Fiction Criticism absolviert haben werde.

Montag, 23. April 2007

Gedanken zum Thema Targeting

Hallo Ami!

Irgendwie (über die PR-Frau Koschade) landete diese "Anstiftung" zum Nachdenken von Frank Puscher mit folgenden drei Thesen hier bei Dorten und auf meinem Tisch:

These 1:
Targeting ist für Agenturen ein Problem, weil sie zu wenig daran verdienen.

These 2:
Bei den Vermarktern fehlt die qualifizierte Reichweite zu den meisten Themen.

These 3:
Die Lösung könnten Targeting-Netzwerke wie Wunderloop und Co. sein, die Vermarkter wollen da aber nicht so richtig mitspielen.

Mal eben nachgedacht ...

Problem 1:

Targeting muss eigentlich beim Produkt und bei der Markenpositionierung anfangen. Wer erst beim Marketing anfängt, über Targeting nachzudenken, ist ziemlich spät dran.

Problem 2: Verkäuferschule

Wenn Agenturen an Targeting kein Geld verdienen, kann das eigentlich nur daran liegen, dass sie es ihren Kunden nicht richtig verkaufen. Oder daran, dass sie das falsche Geschäftsmodell haben. Oder beides.

Denn wenn Targeting wirklich funktioniert – wovon ich mal ausgehe, unsere Erfahrungswerte bei Dorten sprechen eher dafür als dagegen, auch wenn es sich bei unseren Projekten nicht um Online-Werbung im klassischen Sinn handelt – dann müsste man es dem Kunden auch verkaufen können. Alles, was dem Kunden mehr Geld was bringt, kann man ihm auch verkaufen. Ganz platt gesagt.

Problem 3: Brave New Marketing World

Targeted Marketing ist immer noch Marketing. Hersteller XY kann noch so sehr targeten, damit in meinem Briefkasten nur Sachen landen, die eigentlich relevant für mich sein müssten. Aber: Ich habe ihn um diese Zustellung nicht gebeten. Man könnte also sagen: Targeted Marketing ist immer noch Spam.

Das ist, als ob die Hersteller sich darum bemühten, immer gebündeltere Signale in die Radioempfänger der Konsumenten zu senden, ohne dabei zu bedenken, dass die Zielgruppe diese Apparate längst abgeschaltet hat (oder nur noch „targeted“ einschaltet). Da kann man noch so zielgenau senden, es hört keiner zu. Bildlich gesprochen, trifft aber auf fast jede Art von Werbung zu.

Vielleicht sollten wir mal damit aufhören, nach dem „Huxleyschen Prinzip“ den Menschen ständig was einflüstern zu wollen. Dauerbeschallung führt halt nicht zu mehr „Gehorsam“, sondern zu Taubheit.

Problem 4: Schrotflinten ab ins Korn.

Targeting bedeutet, die Anzahl der Adressaten/Empfänger je Botschaft einzuschränken. Damit sinkt natürlich die Reichweite herkömmlicher Kanäle. Was aber nichts macht, wenn dafür der Streuverlust geringer wird und die Conversion durch die Decke geht. Dass Targeting beides nicht wirklich garantieren kann, sollte jedem klar sein. Nur: nicht-Targeting garantiert auch für nichts. Außer für „Geld weg“.

Vielleicht sollten Vermarkter lieber darüber nachdenken, ob und wie man die herkömmlichen Kanäle und Prozesse durch andere, effektivere Methoden ersetzen kann. Für die kann man dann auch guten Gewissens wieder richtig Geld verlangen.

Manchmal muss man eben die Pistole neu erfinden, anstatt krampfhaft zu versuchen, den Streuwinkel von Schrotgewehren zu verkleinern.

Oh, und da wäre da noch dieser ominöse „Long-Tail“ und das alte deutsche Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“. Daran sollte man beim Thema Targeting vielleicht ab und zu denken.

Problem 5: Scharfschützenkurs

Da fällt mir noch der nicht ganz unwichtige Hinweis ein, dass man mit einer Scharfschützentaktik immer noch den Richtigen erwischen muss, um ein das gewünschte Resultat zu erzielen. Marketingblahblahtechnisch muss man wohl „einfach nur“ die Opinionleader pampern, damit sie die heilige Buzzkuh viral von mouth to mouth durch die Blogosphäre treiben.

Kommt man mit Targeting an diese Multiplikatoren ran? Wenn ja, wäre das schon die halbe Miete.

Aber noch mal: Vielleicht muss man sich mal was Neues ausdenken. Wir arbeiten dran.

So. Angeregt drüber nachgedacht, beim Grillfest auf der Wiese, mit Schwager, Schwägerin, Neffe, Nichte und Frau.

Und jetzt Du.
Schönen Gruß, Tommi.


PS: In Buhsland kommen die Oliven, der Honig und der Herrmann aus Rohren. Sagt mein Neffe (3 Jahre).

Mittwoch, 4. April 2007

My MacWood.

Moin Ami!

Ich bin mit meinen Macs ja tendenziell unzufrieden. Beim letzten iBook ist erstmal nach einer Woche die Platte verreckt, dann war innerhalb eines Jahres auf der Tastatur das "A" von der "A-Taste" verschwunden ...

... und jetzt tut mein MacBook so, als sei es aus Holz:



So ist es passiert:

Ich saß im Zug, klappte mein MacBook auf und fing an zu tippen. Auf einmal verspürte ich ein fieses Pieksen am rechten Handgelenk. Da hätte ich mir beinahe einen iSpreißel eingezogen, Blutvergiftung ... Death by Macitosh. Na gut, das wäre bestimmt nicht passiert, aber warum geht mein MacBook an der Stelle so kaputt?


Das soll mir mal einer erklären. Vielleicht wiegt meine rechte Hand 8 Tonnen und hat das arme Ding zermalmt? Welcher Anbieter kommt jetzt bitte mal mit Arbeitshandschuhen zur Bedienung von Apple Hardware auf den Markt?

Am besten feuerfest, denn ab und zu denkt ein iPod nano, er wäre eine Bombe. Via da.

Freitag, 16. Februar 2007

Völkerkundemuseum 2047

Hallo Ami,

des Chefs Kunstsammelfaible steckte mich ebenso an, wie die Essgewohnheiten der Kollegen.

Deshalb heute:

Völkerkundemuseum 2047 - Exponat 1:

Gemüse, frühes 21. Jahrhundert

gemuese_21jhdt_


Kunstwerk: Tommi Brem, 16.02.2007
Foto: Johannes Braig
Gemüseschale von: V. Lemke

----

Erinnert mich an das Verpackungsdesign der "No Frills" Produkte, die ich aus dem Kwik-Save in England kenne.

Manchmal wäre so viel Klarheit auch in Werbebotschaften wünschenswert. Das ist irgendwie so .... entspannend.

Dienstag, 6. Februar 2007

Gut gesagt.

Hallo Ami.

Schlämmer blogt (heimlich?) für VW, aber das Problem ist ein anderes.
Doch der Reihe nach:

Du schreibst:
Menschen entscheiden selbst, wofür sie sich einspannen lassen und wofür nicht. Passt wie die Faust aufs Auge, wenn es um Hape Kerkeling und die angebliche, semi-verschleierte viarl-v/blog Kampagne für Volkswagen geht.

Er hat sich vor den Karren spannen lassen, das kann man gut und schlecht finden. Man kann auch den Schlämmerblog gut und schlecht finden (Ich finde ihn schlicht langweilig: Klamauk ohne jegliche Relevanz. Aber ich gehöre halt mal wieder nicht zur Zielgruppe.).

Man kann sich als Blogger auch mißbraucht fühlen, wie das einige tun. (Mir ist das sowas von egal, ob Unternehmen Blogs machen, um damit zu werben. Sollen Sie. Es zwingt mich ja keiner, sie zu beachten.)

Und da kommen wir nun zum angekündigten eigentlichen Problem: Was machen denn der Horst und VW anderes, als mit einem altbekannten Rezept Reklame zu machen?

Bekannte Person + Trendthema = Kontakt

Und nun mal bewusst überzogen:

Dazu eine Prise Geheimhaltung, um die bekannten Blogger üblichen Verdächtigen zu reizen. Man muss schon einen Beschwerdegrund schaffen, in diesem Fall Eindringen in die ach so heilige und bitte werbefreie Blogosphäre, denn sonst bloggt ja meistens keiner. Diese "Infiltration", wie das irgendeiner in einem Kommentar auf irgendeinem Blog nannte, löst anscheinend einen unwiederstehlichen Zwang zu bloggen aus.

Und da könnte ich Deinen Satz gleich noch einmal zitieren. Doch nun tatsächlich zum eigentlichen Problem:

Es kann nicht genügen, neue Kanäle mit den immer gleichen Mechaniken zu zu machen. Lustige Videos in Blogs, um damit Werbung zu machen, das ist nichts anderes, als lustige TV Spots in einem neuen alten Medium mit ein paar neuen alten Funktionen.

Denn wenn wir ehrlich sind, dann sind Voting und Comments nichts anderes als Wunschkonzert und Leserbriefe, nur, dass es jetzt eben schneller funktioniert. Und die virale Verbreitung ist auch nichts anderes als Mundpropaganda, nur dass die Leute online "miteinander sprechen" und dass diese Gespräche öffentlich gespeichert und belauscht werden.

Und so haben wir im Massenphänomen Blogs doch wieder nur Reklame, alter Wein in neuen Schläuchen, umettiketiertes Hackfleisch, Bullshit Marketing.

Wie langweilig. Wird doch mal Zeit für eine neue Strategie, oder? Wer macht den nächsten Schritt? In welche Richtung? Habe ich was verpasst?

Ich habe keine Lösung versprochen, nur ein Problem.
Grüße aus Stuttgart.

PS: Wintergrillen wird dieses Jahr schwierig, was? Fällt aus wegen is nich.

Montag, 29. Januar 2007

SZ knows how to stir.

Hehe ... netter Artikel in der SZ, über die Apple Lüge. Rechnung aufgegangen, würde ich sagen. Ich habe den Artikel gerne gelesen überflogen. Eine Prise Ironie, eine Prise Kritik, eine Prise Wahnsinn. Ein wenig zu esoterisch in manchen Teilen (zumindest für meinen Geschmack) aber: amüsant.

Die 3 Mio. Kommentare habe ich mir nicht angetan. Aber vielleicht sollte die SZ diesen Artikel samt Komentaren mal als Extrablatt verramschen.

Edit:
Nur diesen Satz würde ich gerne korrigieren wollen:Für neue Produkte von Apple machen Medien freiwillig Schleichwerbung Muss heißen: Für neue Produkte von Apple machen sich Medien freiwillig zu Marktschreiern.

Freitag, 29. September 2006

Blogopause

Moin Milles!

Ich glaub' ich muss mich mal ne Weile aus diesem Geblogge ausklinken und mir das von außen beschauen. Das Mitgemische ist mir grad echt zu anstrengend.

Deshalb verkünde ich einfach mal auf diesem Wege offiziell meine Pause, so bis Mitte Dezember. Bis dahin bin ich auch gut anderweitig beschäftigt.

Habe ja schon ein schlechtes Gewissen, Dich so alleine hier hängen zu lassen, mit Kind und allem, aber es ist ja nicht für immer. ;)

Falls was ist, Du weißt ja, wo Du mich findest.

Schönen Gruß.
Tommi

Montag, 18. September 2006

Thank you for the music!

Moin Ami!

Ha! Sie werden es doch nicht tatsächlich kapiert haben? Warner Music lizensiert das gesamte (!) Musikmaterial an youtube...

van hier via da.
Under the deal, Warner Music has agreed to license its songs to the people who upload their videos to YouTube. Meaning that any video producer can now legally use Warner Music in their videos as theme or background music, or even produce alternative videos for Warner songs.

Official news.

Der völlig legale Warner Music Soundtrack to your youtube video. Das finde ich ist wirklich mal ein Schritt in die richtige Richtung. Weg vom: "Ihr Bösen!" hin zum, "Ihr macht es sowieso. Also macht weiter!"

Mal sehen, was als nächstes passiert, welche Früchte das noch trägt und was vor allem bei youtube dabei rum kommt. Vielleicht ist es den meisten auch egal. Aber wenn youtube noch mehr Deals mit anderen (EMI etc) abschliessen kann, dann gibt es bald umsonst Mucke auf youtube. man könnte ja jetzt den kompletten Doors Katalog bebildern und online stellen.

Ich finde, es ist ein gutes Zeichen. Mehr davon, weiter so.

Grüße an alle.
Tommi

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ami - 2. Mai, 10:06

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