Wir müssen darüber reden
Ich habe in der Gründerszene einen Artikel zum Thema "corporate blogging" geschrieben. Bin dabei ganz erschrocken als ich sah, dass der Spreadblog mittlerweile auch schon zwei Jahre alt ist. Gerade in der letzten Zeit merkt man aber, dass es sich lohnt, jemanden zu haben der "dedicated" ist (Danke @ TobiH ;).
Jedenfalls habe ich natürlich einen dicken Roman abgeliefert, der viel zu lang(weilig) war, und nachdem ich das Teil einem kurzen Realitätscheck unterzogen habe, merkte ich dass Robert Basic erst ein dickes Pamphlet zum Thema Startups und Corporate Weblogs verfasst hatte. Also die Hälfte wieder rausgeschmissen, und hier nun ein kleiner Teil der "B-Seite".
Was ich hier nämlich kurz vorbringen wollte, ist das Ding mit dem Thema "Agenda Setting". Gerade bei Startups sollte man doch alles daran setzen, dass die Leute frühstmöglich ihre Idee unters Volk bringen. Stattdessen "Und, was machst du so?" - "Och, das ist ein Projekt, an dem wir seit 2 Jahren im Stealth-Modus arbeiten - sobald es soweit ist, schick ich dir mal ne Einladung zur "Closed beta"."
Ich frage mich immer, was das Geheimgetue bringt. Aufmerksamkeit? Vielleicht - für 5 Minuten. Oder ist eher fehlendes Selbstbewusstsein, die Angst davor, dass andere es als Scheiß-Idee identifizieren und das Ding auseinander nehmen? Okay, man muss ja nicht ständig über ungelegte Eier reden - aber andererseits ist es mittlerweile die beste Methode, sein geistiges Eigentum zu schützen - indem man als erster damit in die Öffentlichkeit geht.
Einer meiner Lieblingssätze in dem Zusammenhang ist ja "Who said it first, did it first" (keine Ahnung von wem das Zitat stammt, bestimmt naked conversations oder so).
Jedenfalls finde ich, dass wir eine recht paradoxe Einstellung zu "Ideen" haben. Wir hüten sie einerseits wie Schätze, dabei weiß jeder wie flüchtig eine Idee sein kann, wenn man sie nicht umsetzt und wenn man nicht an sie glaubt. Anstatt die Idee kundzutun, sie stark zu machen, oder wenigstens andere zu inspirieren, schweigen wir sie tot.
Und umgekehrt: wenn wir eine Idee dann umgesetzt haben, Monate vor uns hingefrickelt, beklagen wir uns darüber, dass niemand über unsere Plattform oder Service redet.
Daher nochmal: Redet drüber. Gerade wenn ihr eine Idee habt, die ihr umsetzen wollt, vergesst den ganzen "stealth mode" Quatsch - Wettbewerber gibt es in ein paar Wochen eh genug, wenn eure Idee gut ist. Wenn es nicht schon woanders ohnehin was ähnliches gibt, und ihr wusstet noch nichts davon?
Nutzt den Vorsprung, um so früh wie möglich euren Claim abzustecken, Anregungen und Feedback einzuholen, das Thema zu vereinnahmen, und in "Themenführerschaft" zu gehen. Im Zeitalter des Internets und im User Generated Universum ist das die einzige Möglichkeit. Es macht jeden Tag woanders was Neues auf, und wenn ihr nachhaltig dabei bleiben wollt, denkt nicht "stealth mode", denkt "beta" - und redet darüber. Wie man eine Idee dann umsetzt, ist dann sowieso wieder ein ganz anderes Thema. Nur - dabei können Blogs und auch Feedback zu jeder Phase helfen.
Jedenfalls habe ich natürlich einen dicken Roman abgeliefert, der viel zu lang(weilig) war, und nachdem ich das Teil einem kurzen Realitätscheck unterzogen habe, merkte ich dass Robert Basic erst ein dickes Pamphlet zum Thema Startups und Corporate Weblogs verfasst hatte. Also die Hälfte wieder rausgeschmissen, und hier nun ein kleiner Teil der "B-Seite".
Was ich hier nämlich kurz vorbringen wollte, ist das Ding mit dem Thema "Agenda Setting". Gerade bei Startups sollte man doch alles daran setzen, dass die Leute frühstmöglich ihre Idee unters Volk bringen. Stattdessen "Und, was machst du so?" - "Och, das ist ein Projekt, an dem wir seit 2 Jahren im Stealth-Modus arbeiten - sobald es soweit ist, schick ich dir mal ne Einladung zur "Closed beta"."
Ich frage mich immer, was das Geheimgetue bringt. Aufmerksamkeit? Vielleicht - für 5 Minuten. Oder ist eher fehlendes Selbstbewusstsein, die Angst davor, dass andere es als Scheiß-Idee identifizieren und das Ding auseinander nehmen? Okay, man muss ja nicht ständig über ungelegte Eier reden - aber andererseits ist es mittlerweile die beste Methode, sein geistiges Eigentum zu schützen - indem man als erster damit in die Öffentlichkeit geht.
Einer meiner Lieblingssätze in dem Zusammenhang ist ja "Who said it first, did it first" (keine Ahnung von wem das Zitat stammt, bestimmt naked conversations oder so).
Jedenfalls finde ich, dass wir eine recht paradoxe Einstellung zu "Ideen" haben. Wir hüten sie einerseits wie Schätze, dabei weiß jeder wie flüchtig eine Idee sein kann, wenn man sie nicht umsetzt und wenn man nicht an sie glaubt. Anstatt die Idee kundzutun, sie stark zu machen, oder wenigstens andere zu inspirieren, schweigen wir sie tot.
Und umgekehrt: wenn wir eine Idee dann umgesetzt haben, Monate vor uns hingefrickelt, beklagen wir uns darüber, dass niemand über unsere Plattform oder Service redet.
Daher nochmal: Redet drüber. Gerade wenn ihr eine Idee habt, die ihr umsetzen wollt, vergesst den ganzen "stealth mode" Quatsch - Wettbewerber gibt es in ein paar Wochen eh genug, wenn eure Idee gut ist. Wenn es nicht schon woanders ohnehin was ähnliches gibt, und ihr wusstet noch nichts davon?
Nutzt den Vorsprung, um so früh wie möglich euren Claim abzustecken, Anregungen und Feedback einzuholen, das Thema zu vereinnahmen, und in "Themenführerschaft" zu gehen. Im Zeitalter des Internets und im User Generated Universum ist das die einzige Möglichkeit. Es macht jeden Tag woanders was Neues auf, und wenn ihr nachhaltig dabei bleiben wollt, denkt nicht "stealth mode", denkt "beta" - und redet darüber. Wie man eine Idee dann umsetzt, ist dann sowieso wieder ein ganz anderes Thema. Nur - dabei können Blogs und auch Feedback zu jeder Phase helfen.
ami - 14. Apr, 09:53 - nähkästchen














