osm

Montag, 5. Februar 2007

Social Web Forum mit Sahnehäubchen

Übrigens: Morgen findet in Dresden das Social Web Forum statt. Sieht ganz spannend aus, vor allem wenn man sich für "MeCommerce" Blogs und so interessiert - neben meiner einer sind die anderen Teilnehmer diesejene. Die Zusammensetzung find ich sehr gut gelungen, mit Yoosic und Reprotechnik sind gleich 3 "MeCommerce" Plattformen aus Sachsen am Start. Daher bin ich sehr gespannt, die Jungs mal persönlich kennen zu lernen. Und auch endlich mal Nico Zorn zu treffen.

Nico hat übrigens eine interessante Diskussion mit einer Marktforscherin zum Thema "wie viel Kundeneinmischung bei der Markenführung ist okay?", auf die ich eigentlich schon vergangene Woche hinweisen wollte. In der Zwischenzeit hat die Frau Doktor von der GIM aus Heidelberg zu ein paar Sachen Stellung bezogen, und hierzu jetzt noch kurz ein kleiner Schlenker, quasi nochmal Finger in die Wunde von meiner Seite: Aus Sicht der GIM, die vor allzu viel Kundenmitsprache warnt, macht das natürlich Sinn -- Marktforscher müssen sich auch weiterhin als "Mittler", als eine wertvolle Zwischenstelle profilieren. Wenn jetzt alle auf OSM setzen, auf Mundpropaganda, auf ungefilterten Dialog, kommen womöglich die TRNDs dieser Welt und schnappen sich den großen Teil vom Kuchen. Hübsch also allemal, dass gerade ein Marktforschungsinstitut davor warnt, zu sehr auf den Kunden zu hören.

Andererseits ist das, was die GIM da aufbringt, nicht so neu. "Mitmach-Werbung ersetzt keine Markenführung". Das wird irgendwann in den Lehrbüchern stehen. Und das hatten wir ja bereits mehrfach: OSM (Open Source Marketing) und Crowdsourcing funktionieren ohnehin nur, wenn sie nicht aufgesetzt daher kommen und mit Schnorrer-Attitüde umgesetzt werden. Klar, mit dem steigenden "Awareness Level" steigt auch die Konkurrenz, und für Becks Bier ein Label zu designen ist sicher was anderes als für Schrauben Müller ein sexy Klingelschild. Interessant ist auch Nicos (unbeantworteter) Einwurf, dass sich die Kunden/Fans zunehmend selbst betätigen, ohne dass der Schraubenchef vorher seine Zustimmung gibt. Da hatte Coke auch schon seine erste Lektion gelernt.
Wer also was macht und wie viel Kunden einbindung gut ist, liegt also mitunter an der Offenheit eines Unternehmens. Da gibt es kein "18% OSM is good for your brand".
Und nach wie vor gibt es sowas wie den freien Willen: Menschen entscheiden selbst, wofür sie sich einspannen lassen und wofür nicht. Das würde erklären, warum bislang zwar Youtube und dergleichen abgehoben sind, nicht aber irgendwelche adcandy Plattformen, die mit User generated Werbung Asche machen wollen.

Liebe GIM, das wovor ihr gewarnt habt, würde sich also so darstellen: ein Mittelständler glaubt an den aufgeklärten Kunden usw., pusht ein OSM Projekt, welches mit einem leisen Furz z.B. mangels Beteiligung als "Nice try. Try Again." Projekt verbucht werden muss. Aber das macht doch nichts! Davon profitiert ihr doch spätestens jetzt, wo ihr nett Position bezogen habt - weil der gebrannte Mittelständler nach so einer Erfahrung sicher gerne zu einer "traditionellen" MaFo so weitsichtigen Agentur zurückkehren wird. Wahrscheinlicher ist aber, dass immer mehr Kunden eurer Kunden einfach selbst tätig werden, ohne darauf zu warten von jemandem befragt und richtig "kanalisiert" zu werden. Und dass euch die Kunden wegrennen, wenn sie merken, dass Dialog und echte Kundeneinbindung ohne Zwischenstelle viel besser funktionieren.
Ooops, aber: Keine Angst, das wird mit Sicherheit noch ein wenig dauern.

Dienstag, 18. Juli 2006

openBC mit openDESIGN

Noch ganz frisch, und schon wieder offline wegen des großen Zuspruchs .. das openDESIGN Projekt von openBC ist heute offiziell online gegangen und scheinbar haben die 10.000 EUR Preisgeld ganz gut gezogen.
In den folgenden sechs Wochen können interessierte Designer die "Business Card 2.0" gestalten. Jede Woche gibt es einen Wochengewinner und eine neue Runde, die quasi wieder bei null startet.
Auf diese Weise soll Kollaboration gefördert und in Form von Weiterentwicklungen bestehender Einreichungen möglich sein. Ich habe im Vorfeld immer mal mit Björn über das Projekt diskutiert und bin sehr gespannt. Vor allem eine etwas stärkere Kollaboration hatte ich mir persönlich ja bei unserem (Spreadshirt) Open Logo Project gewünscht, daher würde ich mich freuen, wenn das klappt und die Pläne aufgehen.
Auch ingesamt finde ich es sehr gut, dass das Thema Open Source Marketing weiter seine Kreise zieht und mehr Unternehmen ihre Community stärker bei der Weiterentwicklung ihres Produkts mit einbeziehen.

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"Jedenfalls finde ich, dass wir eine recht paradoxe...
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