suevertising

Freitag, 3. März 2006

Wer nicht zahlt, kriegt auch keinen Saft.

Ich mag derartige Maßnahmen irgendwie:

"Es war einmal ein Kunde, der bestellte eine Website. Aber er bezahlte nicht. So schaltete der Netzhandwerker die Seite wieder ab."

Aber in einem solchen Fall hat man ja viel schönere Möglichkeiten, als wenn jemand den Strom oder die Telefonrechnung nicht bezahlt.

Ich nehme dies zum Anlass, zu mehr "Kreativität am Mahnbescheid" aufzurufen.

Denn das kann, wie in diesem Fall, sogar zu PR führen, für alle Beteiligten. Und dann hat der Kunde vielleicht auch bald wieder Geld, wenn die Conversion stimmt.

chonchoi

Ich hab keine Ahnung, was ChonChoi ist oder was da abgeht, aber es sieht einfach geil aus.

Dienstag, 6. Dezember 2005

Suevertising: Dreist verklagt ist gut geworben

Wie man inzwischen zur Genüge weiß, ist in Amerika nichts und niemand vor einer absurden Klage sicher. Zum Beispiel kann man sich locker an einer Tasse Kaffee verbrennen und erhält knapp 3 Mio. Dollar. Oder an Hot Poppers (gefüllte Jalapenos) und klagt auf 75.000 Dollar. Zuerst fand ich das, wie immer, lächerlich und absurd. Aber auf den zweiten Blick ganz schön clever: Wo wir in der Vergangenheit immer nur über die dreiste Dummheit den Kopf geschüttelt haben, regt sich nun so etwas wie .. Mitleid. Natürlich weiß jeder, dass man sich bei einem herzhaften Biß in eine frische Salami-Pizza durchaus ein wenig weh tun könnte. Dafür eine Klage? Come on, das hat Pizza Hut nun wirklich nicht verdient! Und schon schnappt die Suevertising-Falle zu: Danke für die Aufmerksamkeit, hat sich gelohnt -- und beim nächsten Mal verklagen wir Langnese, weil wir uns an einer Eispackung eine Frostbeule geholt haben.

Wer jetzt denkt, wie absurd das ist: Es gibt Leute, die kaufen einen Golf auf eBay für sehr sehr viel Geld und bekommen dafür Aufmerksamkeit und kostenlosen Presserummel! Und hey, darum geht es ja! Es gibt Unternehmen, die Musikern 5 Dollar dafür bezahlen, dass sie in deren Liedern vorkommen: Für alle Ewigkeit und so lange das Copyright hält. Es gibt Unternehmen, die bezahlen ein Schweinegeld dafür, dass sie am Samstag Abend Filme unterbrechen, um ihre Kunden mit einer halbminütigen Produktinformation zu nerven.
Was sind da schon 75.000 Dollar für eine Brandblase? Vielleicht immer noch absurd, aber in der Imagewirkung für das Unternehmen, das einfach nur heiße Jalapenos herstellt, ein wirklich guter Deal!

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