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Donnerstag, 27. März 2008

Ist denn schon wieder Sommerloch?

Oder wie darf ich diesen Artikel in der w&v interpretieren? "Werber - die neuen Designer" heißt es da.

Und weiter: "Werbeagenturen entdecken das Thema Design und gründen dafür eigene Units."

Ist das eine Meldung oder ein Sommerlochfüller oder haben die befragten Agenturen diesen Content gesponsert?

Kempertrautmann gründet also "loved" aus, um die Designer von der Klassik zu trennen. Spannend, wo die w&v doch in den vergangenen Monaten Amir Kassaei gebucht zu haben schien, um das Zukunftsmodell der Werbeagenturen zu diskutieren, in dem das Verschwimmen der Grenzen zwischen Kreativ-Disziplinen eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Frank Bachmann von Gürtlerbachmann proklamiert Design als neuen "Trend". Trautmann weiter: Die Designer entwickeln nicht nur Corporate Design oder Produkte, sondern entwickeln ganze Kampagnen.

Bitte? Was ist das denn für ein anbgefahrenes Konzept? Und meint es nicht das Gegenteil der Überschrift? Muss es dann nicht heißen: "Designer - die neuen Werber?"

Dann steht da noch ein Satz, den ich einfach nicht glauben kann: "...die Werbungtreibenden vermuten bei ihren Agenturen gar keine Designkompetenz." Klar. Bei JvM vermutet bestimmt niemand eine Designkompetenz. Und deshalb kommen die in dem Artikel auch nicht vor.

Stefan Kolle findet ganz nebenbei den Heiligen Gral des Marketings: "Design ist ein Differenzierungsaspekt für viele Produkte."
Das hätte mal jemand den Leuten von Coca-Cola sagen sollen, dann hätten die vielleicht ne hübsche Flasche entworfen ... auch Steve Jobs wäre für den Hinweis sicher dankbar gewesen.

Kann sein, dass ich da einfach immer Werbe- und Designagenturen in einen Topf geworfen habe. Absurd ist dieser Artikel dennoch.

Spannender wäre doch die Frage, ob Unternehmen, die Ihre Etats statt einer Werbeagentur jetzt einer "Design-Unit" anvertrauen, nicht vom Regen in die Traufe springen. Und am Ende den gleichen Kram bekommen wie vorher, nur vielleicht in schöner.

Womit wir wieder beim Zukunftsmodell der Agenturen wären, bei kreativer Beratung bzw. strategischer Konzeption, beim Verschwinden der Grenzen zwichen Kreativdisziplinen, bei Massenwerbung als ethisch fragwürdigem Konzept und beim Tod der klassischen Werbung.

Egal, wir haben uns beim Mittagessen köstlich gewundert.

Montag, 14. Mai 2007

2:1 fürs Internet - Daimler/Chrysler

Nachricht des Tages, wo wir grade bei Autos sind: Daimler wird wieder zur "Daimler AG" - und Chrysler an Heuschrecken einen Finanzinvestor mit dem heimeligen Namen Cerberus verkauft.

Eine einfache Milchmädchenrechnng Auflistung zeigt, wo heutzutage Geld gemacht wird:

DoubleClick (Internet) -> 3,1 Mrd. Dollar
Youtube (Internet) -> 1,6 Mrd. Dollar
Chrysler (Autos) -> 1 Mrd. Dollar (oder so)

Dienstag, 10. Oktober 2006

Jakob Nielsen und die 1% Regel

Summary:
andreas stellt jakob infrage
Auch Jakob Nielsen hat sich von unserer Diskussion inspirieren lassen endlich mal hierzu geäußert und plaudert ein wenig über die 1% Regel in der Usenet Zeit. Leider bringt es seine Summary dieses Mal nicht ganz auf den Punkt. Denn dort steht:Summary:
In most online systems, 90% of users are lurkers who never contribute, 9% of users contribute a little, and 1% of users account for almost all the action.

Nichts neues also, dieses Mal quasi nur nochmal "offiziell". Im wesentlichen ist aber die Grundaussage seines Artikels, dass man sich nicht nur auf die 1% ausrichten soll, weil man sonst 99% der Leute vergrätzt und übergehen könnte. Es folgen ein paar schlichte sinnvolle Tipps, wie man dieser Übergewichtung Herr wird. Im wesentlichen durch:
  • Teilnahme vereinfachen (das sind bei ihm drei Punkte)
  • Teilnahme vergüten
  • Gute Teilnehmer fördern und promoten.

An dieser Stelle sei allerdings die Frage erlaubt, lieber Jakob, ob die übrigen 99%, die sich nie beteiligen, sondenr nur rumlurken oder von Google auf die Seite gespült werden, nicht ohnehin alles mit sich machen lassen: Beispiel flickrs "Navigationskonzept", Amazons Usability, den neuesten Spiegel "Relaunch" etc. pp..
Von daher, sehr geehrter Herr Nielsen, bei allem Respekt (*Uniform zurechtzupf*), hätte ich erwartet, dass in Ihrer Summary vielmehr auch noch dieser kluge Satz von Ihnen stünde: How to Overcome Participation Inequality
You can't.

PS: Bevor ichs vergesse -- Google hat Youtube gekauft. Mit anderen Worten: durch 1% lassen sich in knapp 13 Monaten 1,6 Milliarden machen. Not too bad, eh?

Montag, 22. Mai 2006

Gott ist tot.

Er starb in Frankreich. Bei einem Stück Baguette und einem Gläschen Rotwein. Ein Kinderchor sand die Marseillaise.

So stelle ich mir das vor:

'Wenn ich schon in Deutschland lebe, dann will ich wenigstens sterben wie Gott in Frankreich.'
So titelt JvM/Alster für KarstadtQuelle Versicherungen. Und wenn ich so sterben kann wie Gott in Frankreich, dann heißt das im Umkehrschluss, dass Gott dort bereits verschieden ist. Oder dass seine Sterbepläne diesbezüglich erstens feststehen und er diese zweitens JvM kundgetan hat.

Via w&v.

In Ermangelung besserer Postings eben dieser Kram. Aber ich tüftele gerade an einer neuen Verschwörungstheorie ...

Donnerstag, 27. April 2006

Der Fußball ist tot - es lebe der Fußball.

Gesehen in der w&v vom 27.04.2006.

Aufmacher der Woche:

wuv1

Juhu! Man beachte die Seitenzahl des Artikels am unteren rechten Bildrand.

Man ist interessiert, sucht die besagte Seite 36 und findet, rein zufällig statt dessen die Seite 35:

wuv2

Zusammenfassung von Companice: "Belanglose Promotions (...) kreative Bilanz ernüchternd (...) WM-Werbe-Overkill (...) und wir von der w&v machen fleißig mit, weil: Wer einen Abonnenten wirbt kann einen Tischkicker gewinnen."

Da hat wohl jemand diesen Satz nicht gelesen:
"Die Konsumenten fühlen sich nach einer w&v Umfrage von der Werbung [mit Fußball-Bezug] schlicht genervt."

Entweder ein Husarenstück in Punkto Selbstironie oder einfach nur doof, findet tombo. Und lacht sich eins.

Freitag, 9. September 2005

Ho, Ho, Ho!

Von draus vom Freibad komm' ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich Schmetterlinge sitzen;

Ein sechsseitiges Special widmet die w&v in der Ausgabe vom 11. August dem Thema „Weihnachtspräsente“. (Übrigens: keine Absicht, dass die w&v wieder Thema ist. Reiner Zufall. Nix für Ungut.)

ipodmas

„Werbegeschenke Tipps&Trends“ auf Seite 64, das ist das Reich von Frau Annette Mattgey. Dort stellt Sie unter der Überschrift „Leise rieseln die Präsente“ unerschrocken die originellsten, heimeligsten und süßesten Weihnachtspromotionartikel vor, die der Markt dieses Jahr zu bieten hat.

teddyclaus

Wahnsinn, mir wird schon ganz warm ums Herz, wenn ich diese Crème de la Crème der Weihnachtsgeschenke sehe. Allerdings weiß ich nicht, ob ich eines dieser hochwertigen Geschenke einem meiner Kunden schenken könnte. Ich glaube, ich könnte mit der mir zurückgegebenen Dankbarkeit einfach nicht umgehen.

Ich hoffe inständig, dass Frau Mattgey das nicht ernst gemeint hat! Und ich nur wieder an Ironieblindheit leide.
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!"

Stefan Bottler schreibt ins einem Artikel „Nicht nur unterm Tannenbaum“: „Wer Weihnachten mit sehr aufwändigen Geschenken auffallen will, sollte sich über Konzepte bereits im März Gedanken machen.“

Damit kann er nicht die von Frau Mattgey vorgestellten „Tipps&Trends“ meinen und im August ist er mit diesem Tipp für 05 etwas spät dran. Ich fürchte, er weist uns auf eine der März-Ausgaben 2006 der w&v hin, in der dieses Thema dann erneut behandelt werden wird.

Vermisst in allen Artikeln zu diesem Thema habe ich allerdings die nötige Skepsis gegenüber dem Trend, Kunden zu Weihnachten mit Werbegeschenken zuzuballern. Da wird die Kultur des Schenkens gelobt und darauf hingewiesen, dass es ja noch andere tolle Gelegenheiten gibt. Hallowe’en. Ostern. Namenstag. Auch die Art und Weise des Schenkens wird nicht in Frage gestellt. Auf mögliche Abseitsfallen wird nicht hingewiesen.

Daher haben wir bei COMPANICE drei zusätzliche Tipps für Unternehmer, die Ihre Kunden/Auftraggeber gerne mit Weihnachtsgrüßen beglücken:

1. Denken Sie an Atheisten und Kontakte, die aus religiösen, kulturellen oder persönlichen Gründen nichts mit Weihnachten anfangen können, bevor Sie diesen ein hübsches Lebkuchenhaus schicken.

2. „Geschenke, die von Herzen kommen“ werden nur selten von Werbemittelfabrikanten hergestellt und mit Logos belasert. Wenn Ihnen der Kunde nicht etwas mehr Aufwand wert ist, lassen Sie es ihn nicht auch noch wissen, indem Sie ihm einen Massenartikel kredenzen.

3. Denken Sie an das Geld. Wenn Sie Ihrem Kunden am 15.12. einen Rabatt von 100 Euro verweigern und ihm am 20.12. ein hübsches Geschenk zukommen lassen, wird er sich bestimmt freuen!
"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."

Ob die Rute in diesem Fall für die Autorinnen und Autoren der werten w&v bestimmt ist? Ich möchte einer solchen Publikation an dieser Stelle gerne ein gewisses Maß an Verantwortung ans Bein binden. Warum wird dem interessierten Leser kein Ausweg aus diesem weihnachtlichen Irrgarten aufgezeigt? Warum kein Plädoyer für die wahren Werte des Weihnachtsfestes? Warum keine kreativen Alternativen? Oder wenigstens ein paar richtig geile Vorschläge? Im Grunde hätte ich mir einen Verriss dieser ganzen Geschenkeheimerei gewünscht.
K: „Zwei Brötchen, bitte.“
V: „Wenn Sie zwei kaufen, bekommen Sie eines gratis.“
K: „Ich brauch’ aber nur zwei.“
V: „Aber das dritte ist doch gratis!“

20% mehr Inhalt, der dann im Kühlschrank Intelligenz entwickelt, eine DVD gratis zum Fernsehprogramm, obwohl man keinen DVD Player hat. 5 Euro bei Amazon gut haben für den Snickers-Bücherwurm und den Mars-Moppel. Gutscheine, Gewinnspiele, Mehrwert wo hin man blickt. Punkte sammeln, Stempelkarten, Tankrabattkreditkarte ... Wenn Sie zwei Kinder bekommen, ist die Geburt des dritten um 50% billiger.

Wo wird das hinführen? Klar, der Joghurthersteller bezahlt nichts für den Reisegutschein, den er auf die neue Fruchtmischung pappen darf. Aber der Gutschein wird von all denen bezahlt, die bei diesem Reiseanbieter buchen. Und Sie als BMW Fahrer bezahlen unseren Besuch auf der IAA. Dankeschön dafür, wenn Sie jetzt bitte noch aufhören zu drängeln ...

Zugegeben: Geschenke stören auch meist nicht übermäßig.
Uns aber werden die Marken immer sympathischer, die auf diesen Krimskrams verzichten. In der Milchtüte ist Milch, und drauf steht, was drin ist. Wir wünschen uns ein Vollwaschmittel, das auch so heißt. So wie bei „No Frills“, eine Marke des australischen Unternehmens „Franklins“.

nofrills_05

Mobilfunkanbieter machen es derzeit vor und werfen eine „No-Frills“-Marke nach der anderen auf den Markt. Kein Schnickschnack, unkompliziert, günstig. Geht doch!

Jetzt brauchen wir nur noch eine Marke, die sich diesen ganzen Geschenke-Feiertagen verweigert. Einfach mal den Reset-Knopf drücken, von vorne anfangen. Na, wer traut sich?

Ich bedanke und entschuldige mich an dieser Stelle bei: Theodor Storm.

Dienstag, 16. August 2005

Kniffliges Rätsel: was ist das?

Grade eben bei der Leipziger Volkszeitung vorbeigeschneit und mich gefragt: was zum Geier ist das denn?
fundstueck
Nix gegen den völkischen "Deppenapostroph" (Courtesy of Zwiebelfisch) bei "ne Welle" machen, aber diese "Grafik" zwingt auch noch den alten PC mit Schmalspur-RAM in die Knie. Vor allem aber: was hat ein behelmter Schneemann bei den Leipziger Abwasserspielen zu suchen?
Verwirrend.

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hallo erst mal..... was du da von dir gibst ist absoluter...
medienberater (anonym) - 18. Apr, 00:36
naja, genau das ist ja...
naja, genau das ist ja mein punkt. was "der coach"...
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